Joachim Elschner-Sedivy

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Tätigkeit: Krankentransport
Ort: München
Geburtsjahr: 1975
Angemeldet seit: 22.12.2009

Über mich

Ich bin 1975 geboren und habe ursprünglich Theologie studiert, mich nach einer ersten Praxisphase aber dagegen entschieden, in der Kirche zu arbeiten. Ich habe immer schon gern erzählende Texte gelesen und geschrieben, mich aber auch seit meiner Abiturzeit schon für Medizin interessiert.

Dass ich derzeit hauptberuflich im Krankentransport arbeite, hat sich allerdings erst ganz langsam über viele Jahre hinweg aus meinem ehrenamtlichen Engagement ergeben, wobei ich einige Jahre lang auch als Erste-Hilfe-Ausbilder sehr aktiv gewesen bin.

Das Schönste daran, im Rettungsdienst zu arbeiten (wenn ich auch „nur“ im Krankentransport bin) ist, dass man dort das Privileg genießt, die Verantwortung für etwas wirklich und zweifellos Wichtiges anvertraut zu bekommen, nämlich Leben und Gesundheit von Menschen (die Millionen einer Sparkasse würden mich nicht halb so interessieren); dass man morgens nie weiß, was der Tag bringt (alles andere wäre mir zu langweilig); dass man bei dieser Tätigkeit mit sehr verschiedenen Lebenssituationen von Menschen und mit all den sehr verschiedenen sozialen Schichten oder Milieus oder Ecken und Winkeln der Gesellschaft (oder wie immer man diese Unterschiede nennen will) erlebnisreich in Berührung kommt; und dass bei dieser Aufgabe nie etwas über Nacht liegen bleibt und einem schlechte Träume bereitet: Man hinterlässt seinen Arbeitsplatz abends leer und sauber und findet ihn morgens leer und sauber wieder vor (jedenfalls meistens, manchmal allerdings auch bloß leer im Sinne von nicht aufgefüllt und dafür voll mit Dreck).

Außerdem bin ich persönlich viel zufriedener im Krankentransport als in der Notfallrettung, denn im Krankentransport gibt es gleichmäßigeres Arbeiten, das heißt weniger extremes und ruckartiges Abwechseln zwischen Leerlauf auf der Wache und Stress im Einsatz (was ich nicht mag), geregeltere und gesichertere Mahlzeiten und pünktlicheren Feierabend (was ich sehr mag), keine Nachtschichten (auf meiner Wache jedenfalls ist das so), einen weiteren Aktionsradius mit vielfältigerem Herumkommen in Stadt und Landkreis sowie mehr Auswärtsfahrten (wenn auch seltener als früher), weniger Rauschmittelgenießer aller Arten als Patienten (was vielleicht in München ein ganz besonders großes Problem auf dem Rettungswagen ist) und häufiger Trinkgeld (das kann man ruhig gestehen).

Veröffentlichte Texte

Titel: Veröffentlicht am:
Kurzer Dienstweg 02.04.2010
Von einem, dem die gesiebte Luft weg blieb 28.02.2010
Eine deutliche Sprache 28.02.2010
Trotz allem 28.02.2010
Herr Gewürz 28.02.2010
Die Nummer 22.12.2009
In der Stadtgärnterei 22.12.2009
Die Heimfahrt 22.12.2009
Der Professor 22.12.2009
Stille Gefahr 22.12.2009
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